VERRECHNUNGSPREISE

Bei Geschäftsbeziehungen zwischen mit Auslandsbezug zu Nahestehenden Personen gelten erhöhte Mitwirkungs- und Dokumentationspflichten gem. § 90 Abs. 3 AO.

Somit spielen Verrechnungspreise für alle Unternehmen eine Rolle, die im Ausland ent­­weder direkt oder indirekt über Tochtergesellschaften tätig sind. Die Verrechnungspreise sind ein Mittel zur Optimierung der Steuerquote z.B. einer international tätigen Unternehmensgruppe. Dieses legitime Interesse der Unternehmen steht dem Interesse der zuständigen Finanzverwaltungen in den beteiligten Staaten an der Sicherung ihres Steueraufkommens entgegen. Bei diesem Zielkonflikt geht es um eine angemessene grenzüberschreitende Einkunftsabgrenzung und somit im Kern um die Frage nach der Angemessenheit der Verrechnungspreise („arm’s length-Prinzip“).

Hieraus lässt sich schon erkennen, dass die Verrechnungspreise bei den Finanzbeamten als Prüfschwerpunkt bei Betriebsprüfungen zunehmender Beliebtheit erfreuen. Das Diskussionsvolumen ist in diesem Thema erfahrungsgemäß enorm.

Da auch bereits bei klein- und mittelständischen Unternehmen die Verrechnungspreisproblematik vermehrt auftritt, z.B. bei unterschiedlichsten, grenzüberschreitenden Kooperationsformen, ist dies meist ein leidiges Thema bei Betriebsprüfungen.

Dem ganzen Thema kann man dadurch vorbeugen, dass die lt. Gesetz geforderten Dokumentationspflichten zeitnah und gemäß den Anforderungen der Finanzverwaltung erstellt werden.

Sinn und Zweck ist es, dass die Verrechnungspreise den Fremdvergleichsgrundsätzen entsprechen. Die Dokumentationen sollen die Einhaltung dieser Grundsätze darlegen und untermauern.

Wesentliche Bausteine bei der Ermittlung und Überprüfung von Verrechnungspreisen sind die Beschreibung der Tätigkeitsbereiche, die Darstellung der Geschäftsbeziehungen, die sog. Funktions- und Risikoanalyse, die Darstellung der gewählten Geschäftsstrategien und der Markt- und Wettbewerbsverhältnisse, die Darstellung der angewandten Verrechnungspreismethode; die Begründung der Geeignetheit der angewandten Methode sowie die Aufbereitung der zum Vergleich herangezogenen Preise (GAufzV aus 2003).

Bei einer Betriebsprüfung ist entscheidend, dass Sie dem Finanzamt ausführlich nachweisen, mit allgemein üblichen Verrechnungspreisen gearbeitet zu haben.

Verstoßen Sie gegen Ihre Aufzeichnungs- und Dokumentationspflicht hat der Gesetzgeber umfangreiche und empfindliche Sanktionen vorgesehen (§ 162 Absatz 3 und 4 AO).

Gerne sind wir Ihnen dabei behilflich:
• Ihre derzeitigen Verrechnungspreise zu überprüfen bzw. neu zu berechnen
• bereits erstellt Verrechnungspreisdokumentationen auf Vollständigkeit zu prüfen
• Verrechnungspreisdokumentationen für Sie neu zu erstellen
• Sie bei Betriebsprüfungen diesbezüglich zu unterstützen.

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